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Reine Nervensache - Ausmachsache oder Mitmachsache? Einkaufen mit den Kindern

Tipps für einen entspannten Einkauf mit Kleinkind und Volksschulkind.

Glückliches Kind beim Einkaufen

Maaamaaaa, darf ich? Maaaaaammaaaa, ich will!

Biiiiiittttee, Maamaaaa!

Kommt euch dies bekannt vor?

Je nach Alter des Kindes wird es mit heftigen Gefühlsausbrüchen, sprich Tränen, begleitet. Unter Umständen mit einem heftigen Tobsuchtsanfall. Man wünschte, es ginge ein Loch in der Erde auf, in dem man versinken kann. Die vorwurfsvollen Blicke der Mitmenschen, die von Kindern nicht viel Ahnung haben, und die mitleidigen Blicke der anderen Eltern, die sich nur allzu gut in die Lage hineinversetzen können. Einkaufen mit den Kids kann ganz schön anstrengend, schweißtreibend und nerventötend sein.

Das Gemeine ist ja auch, dass die Dinge, die Kinder ansprechen, auch genau in ihrer Augenhöhe sind und durch bunte Verpackungen und vorangegangene Werbung sofort ins Auge stechen. Nun, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hilft, wenn man mit den Kindern vorher, noch bevor man das Geschäft betritt, bespricht, was gekauft werden soll, und mit ihnen vereinbart, dass sie sich "eine Sache" aussuchen dürfen. Wichtig ist, dass man auch konsequent bleibt. Natürlich gibt es in jedem Geschäft, in jedem Gang etwas, was sie unbedingt brauchen oder haben wollen. Ja, bitte gerne kannst du haben, aber dafür musst du das andere wieder zurückbringen. Sehr schnell entscheiden sie sich dann für das, was ihnen wichtiger ist, lieber die Schokolade oder doch das Eis.

Ein denkbar schlechter Zeitpunkt ist, wenn Müdigkeit oder Hunger im Spiel sind, und zwar nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei einem selber. Besser man verschiebt es oder man geht, sofern möglich, alleine einkaufen. Lieber die Kinder eine halbe Stunde länger im Hort oder Kindergarten lassen und alleine die Dinge erledigen. Man braucht deshalb auch absolut kein schlechtes Gewissen zu haben.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es die Shoppingtour einfacher macht, wenn man die Kinder einbindet. Das heißt; je nach Alter des Kindes, ihnen kleine Aufgaben zu übertragen. Die ganz Kleinen können bei der Suche nach den Sachen helfen, wer zum Beispiel die Banane als erstes entdeckt. Während man größere Kinder schon alleine losschicken kann.

Meiner Meinung nach kann man auch nicht früh genug anfangen, den Kids einen vernünftigen Umgang mit Geld zu lehren. Finanzielle Intelligenz, das ist das Schlagwort. Daher versuche ich meinen Sohn immer wieder in die Preisüberlegungen miteinzubeziehen. Nach dem Motto, sieh mal, hier ist dasselbe drin, aber viel billiger. Für das gesparte Geld können wir dafür noch was anderes mehr kaufen.


Wenn er beim Einkaufen oft unbedingt etwas haben will, zusätzlich zu der "einen Sache", sage ich ihm, dass er das gerne haben kann, aber von seinem Taschengeld zahlen muss. In 80% der Fälle legt er es wieder zurück. Auch interessant, dachte ich mir. Wenn er es aber doch will, kassiere ich den Betrag auch wirklich von ihm zuhause ein. Nicht dass ich es ihm nicht zahlen könnte oder möchte, aber ich denke, wenn ich es ihm dann doch zahle, geht es am Sinn der Sache (Umgang mit Taschengeld) vorbei. Zum Thema Taschengeld gibt es demnächst noch einen eignen Artikel.

Weitere Aufgaben, die meine Kids gerne übernehmen, sind Obst und Gemüse abzuwiegen und natürlich den Einkaufswagen zu schieben. Wobei dies mit einem Kleinkind ein schweißtreibendes Unterfangen sein kann. Da es, wie meine Kinder damals mit dem kleinen Einkaufswagen durch die Gänge rast und an die Regale andeppert. Natürlich wollen sie in dem Altern gern a auch alles alleine machen.

Ein weiteres Highlight beim Einkaufen für die Kinder ist es, die Dinge aus dem Wagen auf das Fließband zu legen und in späterer Folge der Kassiererin oder dem Kassierer das Geld und die Stammkundenkarte zu geben. Bis jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Leute an der Kasse so gut wie immer mitspielen und den Kindern das Restgeld oder die Stammkundenkarte auch wieder direkt zurückgeben. Man kann die Kinder vor Stolz förmlich wachsen sehen.

Zum Abschluss noch ein Tipp für Zeit- und Geldmanagement: Es hilft ungemein, wenn man sich zuhause mit den Kindern hinsetzt und einen Wochenplan für das Essen erstellt. Darauf basierend erstellt man einen Einkaufszettel. Besonders hilfreich ist es, wenn man die Dinge auch in der Reihenfolge notiert, in der sie auch im Geschäft zu finden sind. Hier können die Kinder schon miteinbezogen werden, indem sie mitüberlegen, was alles gebraucht wird, um zum Beispiel die Lieblingsspeise zuzubereiten.


Wenn du noch weitere Tipps hast, schreib sie gerne in die Kommentare.

Bildquelle: wix.com

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